Montagsdemo protestiert gegen das Polizeigesetz NRW

Veröffentlicht: Montag, 10. Dezember 2018

Liebe Montagsdemonstrantinnen und -demonstranten, wir treffen uns zur letzten Montagsdemo in diesem Jahr und hoffen, dass viele von euch kommen!!

Am 12.12. 2018 soll das NRW-Polizeigesetz im Landtag verabschiedet werden. Die Montagsdemo wertet es als Ausdruck einer weiteren Rechtsentwicklung der Regierung. Die nach massiven Protesten im Sommer angekündigten „Entschärfungen“ entpuppen sich beim genauen Hinsehen als Kosmetik. Menschen sollen zur Abwehr beliebiger vermuteter 'Straftaten' für bis zu 28 Tage eingesperrt werden können. Jeglicher Protest gegen die herrschende Politik kann damit kriminalisiert werden. Der Polizeiwillkür wird Tür und Tor geöffnet.

Die Montagsdemo solidarisiert sich in diesem Zusammenhang mit den Protesten der „Gelbwestenbewegung“ in Frankreich, die sich gegen die Politik der Macron-Regierung wenden. Wer kann, erscheint mit gelber Warnweste.

Das bewährte offene Mikrofon kommt zum Einsatz.- wegen des Weihnachtsmarktes am Übergang zur Schloßstraße.

Montag, 10.12.2018 um 17.00 Uhr, Kurt-Schumacher-Platz,

Mülheim steht AUF beteiligte sich an der Demonstration gegen Verfüllung und Flutung von Zechen

Veröffentlicht: Samstag, 20. August 2016

MarlDemo gegen RAG 01

70 Demonstrantinnen und Demonstranten unter anderem von der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF, der Umweltgewerkschaft, der MLPD, einer örtlichen Bürgerinitiative, kommunalen Bündnissen wie Mülheim steht AUF sowie Anwohnerinnen und Anwohner zogen am 16. August 2016 von der Fußgängerzone ins Wohngebiet Marl-Hüls und forderten den Stopp der Verfüllung und Flutung von Auguste Victoria (AV) sowie anderer Zechen im Pott. Im Kreuzfeuer stand die Ruhrkohle AG (RAG). Sie schafft mit der Teilflutung von alten Abbaufeldern trotz des eingelagerten hochtoxischen Giftmülls und PCBs Tatsachen im vollen Bewusstsein der Gefahren. Die RAG befördert damit diese Stoffe in die Lithosphäre und gefährdet so die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen einer ganzen Region.

MarlDemo gegen RAG 02

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlangten von der RAG, das Anfahrverbot für Christian Link zurückzunehmen. Dieser Bergmann und Sprecher der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF hatte den ganzen Skandal publik gemacht und wurde dafür abgestraft. Die RAG muss sich öffentlich entschuldigen!

MarlDemo gegen RAG 03

Am offenen Mikrofon, das reichlich genutzt wurde, berichtete Sabine Schweizerhof, Sprecherin von Mülheim steht AUF, von den Erfahrungen im Mülheimer Umweltausschuss. Sie hatte die RAG wegen des dreifachen Betruges kritisiert: Erstens vernichtet sie die Arbeitsplätze der Bergleute, dann vergreift sie sich an deren Renten, und schließlich vergiftet sie unser Trinkwasser. Keiner der anwesenden Ausschussmitglieder sagte dazu ein Wort – im Gegenteil musste Sabine ihr Rederecht gegen mehrfache Unterbrechungen durch die (grüne) Ausschussvorsitzende, Frau Erd, durchsetzen.

MarlDemo gegen RAG 04

Alle Demonstranten waren sich einig, dass die heutige Aktion ein Anfang ist, die Zusammenarbeit intensiviert werden muss und keiner alleine steht. In anderen Bergbauregionen der Welt wie in Kolumbien kämpfen die Bergleute und Bewohner gemeinsam mit den Bauern gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch den rigorosen Tagebergbau. Die internationale Bergarbeiterkonferenz ist ein Forum, auf dem wir uns zusammenschließen.

MarlDemo gegen RAG 05

Wir können mit unseren Erfahrungen dort einen wichtigen Beitrag leisten und den international koordinierten Widerstand in der Umweltfrage mit vorantreiben. Viele Bewohner in Hüls hörten den Rednern auf der Demo sehr ernsthaft zu. Kurzbericht auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=9KdwWarnXb4

Mülheim steht AUF fordert: Wasserhaltung muss bleiben!

Veröffentlicht: Donnerstag, 16. Juni 2016

Pressemitteilung

 15.06.2016

Die RAG gefährdet wissentlich unser Trinkwasser

Zum Artikel „Neue Sorgen wegen PCB unter Tage“ vom 15.06.16

Also sind es noch mehr, bis zu 15000 Tonnen des Ultragifts PCB, die in unserem Untergrund lagern, die RAG hat sie teilweise einfach versickern lassen. Ebenso lauern 1,6 Millionen Tonnen Giftmüll in stillgelegten Bergwerken. Auf die Anfrage von Mülheim steht AUF im Mülheimer Umweltausschuss hieß es seitens der RAG, sie habe alles im Griff, die Wasserhaltung würde nicht aufgegeben, nur der Pegel angehoben. Damit wird auf lange Sicht aus reinen Profitgründen großflächig unser Trinkwasser verseucht! Der mutige Bergmann Christian Link aus Gelsenkirchen, der dieses Umweltverbrechen zum öffentlichen Thema gemacht hat, wurde von der RAG der Lüge bezichtigt und mit einem RAGweiten  Anfahrverbot belegt. Mülheim steht AUF fordert: Das Gift muss auf Kosten der RAG herausgeholt und die Wasserhaltung in vollem Umfang beibehalten werden, das Anfahrverbot von Christian Link ist sofort aufzuheben – eine öffentliche Entschuldigung ihm gegenüber ist das Mindeste!

Mit freundlichen Grüßen

Maria Do Vale Marques

Sabine Schweizerhof

Sprecherinnen von Mülheim steht AUF

c/o Sabine Schweizerhof
Mühlenstr. 2
45473 Mülheim

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die RAG muss gestoppt werden!

Veröffentlicht: Montag, 02. Mai 2016

Laden Sie sich hier die aktuelle Sonderausgabe herunter:

2016 04 AUF Zeitung Giftmuell 42016

Frauen der Welt erheben ihre Stimme!

Veröffentlicht: Mittwoch, 16. März 2016

Unter diesem Motto führte Mülheim steht AUF zusammen mit dem Frauenverband Courage, Love from Africa e.V., MLPD und Linkspartei eine kämpferische Straßenaktion zum internationalen Frauentag durch. „Soviel Frauenpower war hier auf dem Platz ja noch nie!“ So das Resümee eines teilnehmenden Mannes nach der gelungenen Aktion.

Ca. 60 ständige Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Kreis stehend waren ein Magnet für vielen Passanten, immer wieder zu verweilen und den vielen interessanten, spannenden und vielfältigen Beiträgen zuzuhören. Eine Studentin und Feministin der Universität Essen-Duisburg, die ihre Bachelorarbeit über das Leben der Bäuerinnen in Südafrika schreibt, eröffnete die Diskussion mit einem engagierten Beitrag über die notwendige Befreiung der Frau. Fememorde, Blutrache und Zwangsheirat wurden in weiteren Redebeiträgen angeprangert. So mussten in der Türkei im letzten Jahr mehrere hundert Frauen ihr Leben lassen, weil sie sich den vergangenen Moralvorstellungen widersetzt hatten. Eine Couragefrau warb für einen starken überparteilichen Frauenverband und stellte sich als Teilnehmerin der 2. Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Nepal vor. Wir sind schon gespannt auf ihren Bericht am 26. April in der Mülheimer Volkshochschule.

Eine junge Studentin kongolesischer Herkunft stellte sich mitten in den Kreis der Zuschauer und trug ihr berührendes selbstverfasstes Gedicht vor, das eindringlich schilderte, wie junge Männer in Afrika von terroristischen faschistischen Banden in den Krieg gezwungen werden und ihr Leben verlieren. Während eine Vertreterin der Linken sprach, verteilten die Linken Männer rote Nelken. Die frauenpolitische Sprecherin der MLPD schlug den Bogen zur tatsächlichen Befreiung der Frau im echten Sozialismus. Es wurde die Streitschrift „Neue Perspektiven für die Befreiung der Frau“ beworben. Das offene Mikrofon war umlagert und wurde nach einer Stunde mit weiteren Beiträgen von Passantinnen beendet: sie kritisierten, dass die Frauenbeauftragte in Mülheim nicht mal auf eine Mail der Gruppe One Billion Rising reagierte, als sie ihr Engagement für den 8.3. anbot, wo in Mülheim das Frauenhaus von Schließung bedroht ist, weil die Gelder zusammengestrichen werden. Geld für den weiteren Ausbau des Prestigeprojekt Ruhrbania ist aber immer vorhanden. Eine Frau wünschte sich nicht nur die ökonomische Befreiung, sondern eine freie wirklich gleichberechtigte Gesellschaft. Eine andere Frau berichtete stolz, wie sie sich im Beruf einer Männerdomäne behauptete und kritisierte das abgehobene Leben der Bundeskanzlerin von den einfachen Menschen. „Da kann man noch so viele Emails schreiben. Ich möchte mal gerne an sie herankommen.“ Ein weiterer Beitrag kritisierte die Zusammenarbeit von Angela Merkel mit der türkischen faschistoiden Regierung.

Mit einer Spendensammlung als Beitrag zur Finanzierung der Weltfrauenkonferenz, den Liedern „Brot und Rosen“ und „Kobanê, Kobanê“ sowie Kaffee und Kuchen wurde die erfolgreiche Straßenaktion abgerundet.

View the embedded image gallery online at:
http://www.muelheim-steht-auf.de/#sigFreeId656006a583