Montagsdemonstration Mülheim an der Ruhr verabschiedet Solidaritätsresolution gegen faschistische Morddrohungen

Veröffentlicht: Dienstag, 10. Oktober 2017

9. Oktober 2017

Wir sind empört über die faschistischen Morddrohungen gegen Monika Gärtner-Engel und erklären uns uneingeschränkt solidarisch. Monika Gärtner-Engel ist Stadtverordnete in Gelsenkirchen und dort Montagsdemonstrantin der ersten Stunde und Moderatorin. Sie ist Hauptkoordinatorin der ICOR und Internationalismusverantwortliche der MLPD.

Gegen solche feigen Morddrohungen der Faschisten muss sie die Unterstützung aller Demokraten bekommen. Wir fordern von den staatlichen Behörden die umfassende Aufklärung und konsequente Verfolgung dieser Verbrecher. Darüber hinaus fordern wir Polizeischutz für Monika Gärtner-Engel. Die Schonung faschistischer Täter durch Teile des Staatapparats darf nicht mehr länger geduldet werden.

Keinen Fußbreit den Faschisten!

Mit solidarischen Grüßen, Montagsdemo Mülheim an der Ruhr

Montagsdemo diskutiert über rechte Gefahr

Veröffentlicht: Sonntag, 08. Oktober 2017

Vor der Bundestagswahl hat die Regierung den sogenannten „Linksextremismus“ zum Hauptfeind erklärt, die Gefahr von rechts verharmlost und damit zum Wahlerfolg der AfD wesentlich beigetragen. Das „Rekordhoch“ bei rechter Kriminalität wurde dagegen bis letzte Woche verschwiegen. Die Montagsdemonstranten beobachten mit Sorge die Zunahme faschistischer Übergriffe und Morddrohungen auf Andersdenkende und rufen zum parteiübergreifenden Widerstand aller Demokraten gegen diese Umtriebe auf. Die Demonstration in Mülheim am Samstag 30.09.2017 war dafür ein positives Beispiel.

Die Montagsdemo diskutiert am 09.10.2017 um 17 Uhr auf dem Kurt-Schuhmacher-Platz am offenen Mikrofon

In diesem Zusammenhang möchten wir euch über den faschistischen Mordaufruf gegen Monika Gärtner-Engel, Stadträtin in Gelsenkirchen und Internationalismusverantwortliche der MLPD, informieren und erbitten eure Solidarität. Siehe auch den Link zu der Information sowie das Flugblatt im Anhang.
https://www.rf-news.de/2017/kw40/faschistische-morddrohungen-gegen-monika-gaertner-engel-und-weitere

Keinen Fußbreit den Faschisten!

pdf 30 Flugblatt der MLPD gegen faschistische Morddrohungen

Aktion zum Antikriegstag in Mülheim am 02.09.2017 um 11 Uhr

Veröffentlicht: Samstag, 26. August 2017

Liebe Friedensfreunde, anhängend der Vorschlag der Courage-Gruppe Mülheim für eine gemeinsame Kundgebung zum Antikriegstag.

Die Welt hält den Atem an: Die Gefahr eines III. Weltkrieges war seit 1945 noch nie so hoch wie heute. Aber: Weltweit sehnen sich die Menschen nach Frieden und Freiheit, Millionen engagieren sich antifaschistisch, sind solidarisch mit Flüchtlingen. Wir brauchen eine breite kämpferische Massenbewegung, die Klarheit gewinnt, wie die Wurzeln von Faschismus und Krieg beseitigt werden.
Mülheim steht AUF unterstützt eine gemeinsame Aktion in

Mülheim am Samstag, den 2. September von 11-13 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz

auf überparteilicher, demokratischer und antifaschistischer Grundlage. Ladet breit ein unter Freunden, Nachbarn, Arbeitskollegen... Am bewährten offenen Mikrofon kann jede/r sprechen, aber nationalistische, rassistische, sexistische, religiös-fundamentalistische und frauenfeindliche Beiträge werden nicht geduldet.

Über die weitere Vorbereitung und Durchführung sollten wir uns austauschen, am Montag, 28.8., nach der Montagsdemo auf dem Kurt-Schumacher-Platz, um 17.45 Uhr.

Mit solidarischen Grüßen, Sabine Schweizerhof, im Namen von Mülheim steht AUF

Hier ist das Flugblatt zum Antikriegstag 2017.

pdf 30Vorschlag der Courage-Gruppe Mülheim zum Antikriegstag 2017.pdf

Internationaler Frauentag 2017 – Kundgebung auf dem Kurt-Schumacher-Platz

Veröffentlicht: Freitag, 10. März 2017

Die kämpferische Frauenbewegung lässt sich durch Regen, Kälte und Wind nicht aufhalten! Mit Musik, dem traditionellen Lied „Brot und Rosen“, Gedichtvortrag, Redebeiträgen auf deutsch, kurdisch und arabisch war die gemeinsame Aktion von Courage, MLPD, Mülheim steht AUF sowie weiteren Frauen und Männern optimistisch und erfolgreich. Kaffee/Kuchen wurde gegen Spende abgegeben und für ein selbst organisiertes Frauenbildungsprojekt aus Togo, „Sitsope“ gesammelt. 75,72 Euro konnten überwiesen werden.

Hier der Redebeitrag für Mülheim steht AUF von Sabine Schweizerhof:

„Mülheim ist, so wie die meisten Kommunen, hoch verschuldet. In einem Gutachten der sogenannten Gemeindeprüfungsanstalt, GPA, wurden 115 „Sparideen“ entwickelt, wie MH sich am eigenen Schopf aus dem Schuldensumpf ziehen soll. Am Rande sei erwähnt, dass dieses Gutachten – keiner legt offen, wer es in Auftrag gegeben hat, läppische 200.000 Euro gekostet hat.
Da lesen wir von grandiosen Vorschlägen wie Schließung von vier Stadtteilbüchereien, Wegfall der Geschwisterermäßigung in der Kita, Personalkürzung beim offenen Ganztag, Schließung des Naturbads usw. Auf 18 Mio. Einsparungen sind sie gekommen – bei einem Schuldenberg von 1,6 Mrd., den Mülheim vor sich herschiebt!!
In ihrer maßlosen Arroganz sagen die Damen und Herren dieser ominösen Anstalt, es ginge nicht um Kahlschlag, sondern nur um „Komfortverzicht“. Da bleibt einem erstmal die Spucke weg. Ist es Komfort, wenn unsere Kinder professionell betreut und erzogen werden? Ist es Komfort, wenn die Menschen sich bilden, lesen und dafür eine Bücherei aufsuchen? Zur Erinnerung: es gab früher in jedem Stadtteil eine Bücherei, dazu noch den Bücherbus. Ist ein Schwimmbad Komfort? Schon jetzt klagen die Vereine zurecht, dass es viel zuwenig Schwimmflächen gibt und die Möglichkeit, schwimmen zu lernen äußerst begrenzt. Ist das Komfort? Nein. Das ist lebenswichtig.
Damit diese Kürzungen mehrheitsfähig sind, fordert der Redakteur Philipp Ortmann „Geschlossenheit“. Danke für den guten Rat, aber wir brauchen die Geschlossenheit, um solchen Kürzungen entschlossenen Widerstand entgegenzusetzen! Dazu müssen wir uns auch organisieren, stärkt unser kommunales Wählerbündnis Mülheim steht AUF!
Niemals wird eine Kommune, selbst wenn sie noch weitere radikale Kürzungen weit über die Schmerzgrenze vornehmen würde, solch einen Schuldenberg abbauen können, an dem sich die Banken dumm und dämlich verdienen. Einzig ein Schuldenschnitt wäre eine richtige Maßnahme und eine grundlegende Steuerreform, bei der von dem hohem Gesamtsteueraufkommen der Teil bei den Kommunen bleibt, den sie brauchen, um das Alltagsleben der Menschen zu organisieren.“

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Mülheim steht AUF beteiligte sich an der Demonstration gegen Verfüllung und Flutung von Zechen

Veröffentlicht: Samstag, 20. August 2016

MarlDemo gegen RAG 01

70 Demonstrantinnen und Demonstranten unter anderem von der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF, der Umweltgewerkschaft, der MLPD, einer örtlichen Bürgerinitiative, kommunalen Bündnissen wie Mülheim steht AUF sowie Anwohnerinnen und Anwohner zogen am 16. August 2016 von der Fußgängerzone ins Wohngebiet Marl-Hüls und forderten den Stopp der Verfüllung und Flutung von Auguste Victoria (AV) sowie anderer Zechen im Pott. Im Kreuzfeuer stand die Ruhrkohle AG (RAG). Sie schafft mit der Teilflutung von alten Abbaufeldern trotz des eingelagerten hochtoxischen Giftmülls und PCBs Tatsachen im vollen Bewusstsein der Gefahren. Die RAG befördert damit diese Stoffe in die Lithosphäre und gefährdet so die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen einer ganzen Region.

MarlDemo gegen RAG 02

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlangten von der RAG, das Anfahrverbot für Christian Link zurückzunehmen. Dieser Bergmann und Sprecher der Bergarbeiterbewegung Kumpel für AUF hatte den ganzen Skandal publik gemacht und wurde dafür abgestraft. Die RAG muss sich öffentlich entschuldigen!

MarlDemo gegen RAG 03

Am offenen Mikrofon, das reichlich genutzt wurde, berichtete Sabine Schweizerhof, Sprecherin von Mülheim steht AUF, von den Erfahrungen im Mülheimer Umweltausschuss. Sie hatte die RAG wegen des dreifachen Betruges kritisiert: Erstens vernichtet sie die Arbeitsplätze der Bergleute, dann vergreift sie sich an deren Renten, und schließlich vergiftet sie unser Trinkwasser. Keiner der anwesenden Ausschussmitglieder sagte dazu ein Wort – im Gegenteil musste Sabine ihr Rederecht gegen mehrfache Unterbrechungen durch die (grüne) Ausschussvorsitzende, Frau Erd, durchsetzen.

MarlDemo gegen RAG 04

Alle Demonstranten waren sich einig, dass die heutige Aktion ein Anfang ist, die Zusammenarbeit intensiviert werden muss und keiner alleine steht. In anderen Bergbauregionen der Welt wie in Kolumbien kämpfen die Bergleute und Bewohner gemeinsam mit den Bauern gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen durch den rigorosen Tagebergbau. Die internationale Bergarbeiterkonferenz ist ein Forum, auf dem wir uns zusammenschließen.

MarlDemo gegen RAG 05

Wir können mit unseren Erfahrungen dort einen wichtigen Beitrag leisten und den international koordinierten Widerstand in der Umweltfrage mit vorantreiben. Viele Bewohner in Hüls hörten den Rednern auf der Demo sehr ernsthaft zu. Kurzbericht auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=9KdwWarnXb4